Regierungsrat Stöckling tritt zurück
FDP weiterhin mit drei Regierungratskandidaturen
Nach 20 Jahren in der St.Galler Regierung tritt Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling auf Ende Mai 2008 von seinem Amt zurück. In dieser Zeit hat er die Bildungspolitik in unserem Kanton gestaltet, geprägt und für die heutigen Anforderungen fit gemacht. Hans Ulrich Stöckling hat sich im Laufe seiner Politkarriere über unsere Kantons- und Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf geschaffen.
Der frühere Gemeindepräsident von Jona war dreimal (1990/91, 1997/98 und 2003/04) Regierungspräsident des Kantons St.Gallen. Dank seines Engagements als St.Galler Erziehungschef muss sich der Kanton St.Gallen bildungspolitisch nicht verstecken: So schnitten die St.Galler Schülerinnen und Schüler bei den Tests der Pisa-Studie besser ab als in den anderen ausgewerteten Kantonen der Deutschschweiz.
Eidgenössischer "Bildungsminister"
Hans Ulrich Stöckling prägte aber bei Weitem nicht nur die St.Gallische Bildungspolitik: „Der heimliche Bildungsminister" der Schweiz wurde der FDP-Regierungsrat vom Tages-Anzeiger einmal genannt. Seine achtjährige Präsidentschaft der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) brachte ihm diesen Titel ein. In dieser Funktion verschaffte er der EDK und damit bildungspolitischen Fragen ein vorher kaum gekanntes Gehör. Hans Ulrich Stöckling engagiert sich aber auch über unsere Landesgrenzen hinaus - so ist er zum Beispiel im Europarat in Strassburg Vizepräsident des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas.
Die FDP des Kantons St.Gallen dankt bereits heute ihrem Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling herzlich für seine Tätigkeit im Dienste einer liberalen und zukunftsgerichteten Bildungspolitik.
Kein abgekartetes Spiel, sondern echte Volkswahl
Die FDP des Kantons St.Gallen wird in den kommenden Wahlen vom 16. März 2008 wiederum mit drei Kandidierenden antreten. Die FDP ist der Überzeugung, dass der St.Galler Bevölkerung eine echte Wahl geboten werden muss. Ein abgekartetes Spielchen unter den Parteien für die Zuschanzung der Regierungsratssitze lehnt die FDP entschieden ab. Die Regierungsratswahlen in diesem Frühjahr im Kanton Luzern lassen grüssen: Trotz Absprachen zwischen den Parteien wurde ein Parteiloser gewählt.
Im Weiteren ist zu beachten, dass Regierungsratswahlen Persönlichkeitswahlen sind. Die FDP ist überzeugt, in den eigenen Reihen über diverse geeignete Kandidaten zu verfügen. Gerade die jüngsten Majorzwahlen im Kanton St.Gallen haben dies bewiesen. Da auch die Regierungsmitglieder im Kanton St.Gallen im Majorzverfahren direkt vom Volk gewählt werden, können Regierungsratswahlen nicht in den Zusammenhang mit den Parlamentswahlen gestellt werden.
Die FDP-Regionalparteien sind nun aufgerufen, mögliche Regierungsratskandidatinnen und -kandidaten zu suchen. Die Nomination der FDP Kanton St.Gallen für die Regierungsratswahlen wird am Donnerstag, 29. November 2007, in Wil stattfinden.




